Wer eine Website betreibt, muss sich früher oder später auch mit dem Thema Cookies und Datenschutz beschäftigen. Genau dabei kann Borlabs Cookie 3.0 eine große Hilfe sein. Das Plugin unterstützt dabei, Einwilligungen für Cookies und externe Dienste korrekt einzuholen und Inhalte so lange zu blockieren, bis Besucher ihre Zustimmung gegeben haben.
In diesem Beitrag zeige ich dir, worum es bei Borlabs Cookie 3.0 geht, warum ich das Plugin für viele WordPress Websites empfehle und welche grundlegenden Schritte bei der Einrichtung wichtig sind. Wenn Du gleich zum Video möchtest, klicke hier!
Warum ein Cookie Plugin wichtig ist
Auf vielen Websites werden heute Dienste eingebunden, die Daten an Dritte weitergeben. Dazu gehören zum Beispiel Tracking Tools, eingebettete Videos, Google Maps, reCAPTCHA oder auch bestimmte Schriftarten und Funktionen, die durch Themes oder Plugins geladen werden.
Ein Cookie Plugin sorgt dafür, dass solche Dienste zunächst blockiert bleiben. Erst wenn Besucher ihre Auswahl treffen und zustimmen, werden die entsprechenden Funktionen freigegeben. Genau das ist aus Datenschutzsicht ein wichtiger Punkt.
Dabei betrifft das Thema nicht nur große Unternehmen oder Onlineshops. Auch private Website Betreiberinnen und Betreiber sollten darauf achten, dass ihre Website datenschutzkonform eingerichtet ist.
Was Borlabs Cookie 3.0 besonders praktisch macht
Borlabs Cookie 3.0 ist eine Weiterentwicklung der älteren Version und bringt einige Funktionen mit, die die Einrichtung deutlich erleichtern.
Besonders hilfreich finde ich den integrierten Scanner. Damit lässt sich die eigene Website prüfen, um herauszufinden, welche Dienste, Skripte oder externen Ressourcen eingebunden sind und blockiert werden müssen. Das Plugin erkennt viele dieser Dienste automatisch und schlägt direkt passende Lösungen vor.
Diese Lösungen werden in Form von sogenannten Paketen oder Patches angeboten. Sie lassen sich mit wenigen Klicks installieren und in das Cookie Banner integrieren. Gerade das macht die Einrichtung aus meiner Sicht deutlich einfacher, vor allem für Menschen, die ihre Website selbst pflegen.
Wichtig vorab: Das Plugin ist nur ein Teil des Datenschutzes
Auch wenn Borlabs Cookie 3.0 viel Arbeit abnimmt, ersetzt das Plugin nicht den gesamten Datenschutz auf einer Website. Es ist ein wichtiger Baustein, aber eben nicht die komplette Lösung.
Wer eine Website rechtssicher betreiben möchte, sollte sich zusätzlich auch um weitere Punkte kümmern, zum Beispiel um eine passende Datenschutzerklärung, ein vollständiges Impressum und allgemeine Datenschutz Einstellungen innerhalb von WordPress und den verwendeten Plugins.
Wichtig ist auch: Immer wenn neue Plugins installiert, ein Theme gewechselt oder neue Funktionen eingebunden werden, sollte die Website erneut gescannt werden. Denn viele Dienste werden im Hintergrund geladen, ohne dass man es auf den ersten Blick bemerkt.
Borlabs Cookie 3.0 kaufen und herunterladen
Das Plugin wird über das Kundenportal von Borlabs bereitgestellt. Nach dem Kauf kann die aktuelle Version dort heruntergeladen werden. Anschließend wird die ZIP Datei in WordPress hochgeladen und wie ein normales Plugin installiert.
Wer bisher noch mit einer älteren Borlabs Version arbeitet, sollte vor dem Wechsel wichtige Tracking Codes sichern. Dazu gehören zum Beispiel Einbindungen aus Google Analytics, Google Ads oder dem Google Tag Manager. Diese Daten werden später wieder benötigt, wenn die Dienste in der neuen Version erneut angelegt werden.
Erst nach dieser Sicherung sollte das alte Plugin gelöscht und die neue Version hochgeladen werden.
Plugin installieren und Lizenz aktivieren
Nach dem Upload in WordPress wird das Plugin aktiviert und anschließend der Lizenzschlüssel eingetragen. Dieser befindet sich ebenfalls im Kundenbereich.
Sobald die Lizenz gespeichert ist, kann mit der eigentlichen Einrichtung begonnen werden.
Vor der Einrichtung: Caching Plugins deaktivieren
Ein wichtiger Schritt vor der Konfiguration wird oft übersehen: Caching Plugins sollten während der Einrichtung vorübergehend deaktiviert werden.
Das betrifft zum Beispiel Plugins wie WP Fastest Cache, WP Rocket, WP Super Cache oder ähnliche Lösungen. Hintergrund ist, dass zwischengespeicherte Inhalte die korrekte Einrichtung und Prüfung des Cookie Plugins beeinträchtigen können.
Erst wenn Borlabs vollständig eingerichtet ist, sollte das Caching Plugin wieder aktiviert werden.
Die wichtigsten Grundeinstellungen
Nach der Installation können zunächst einige grundlegende Angaben gemacht werden.
Dazu gehört unter anderem der Name und die Adresse des Website Betreibers. Außerdem sollten die Seiten für Datenschutzerklärung und Impressum im Plugin hinterlegt werden, damit diese direkt im Cookie Dialog verlinkt sind.
Zusätzlich lässt sich bereits ein eigenes Logo einbinden. So wirkt das Cookie Banner später optisch stimmiger und passt besser zum Auftritt der Website.
Anschließend kann das Plugin aktiviert werden, damit das Banner im Frontend sichtbar wird.
Mit dem Scanner die Website prüfen
Der Scanner ist eine der wichtigsten Funktionen von Borlabs Cookie 3.0. Er untersucht die Website und erkennt, welche externen Ressourcen oder Dienste geladen werden.
Beim ersten Durchlauf reicht es meist aus, die vorgeschlagenen Standardeinstellungen zu verwenden. Alternativ können auch gezielt einzelne Seiten oder komplette Sitemaps gescannt werden.
Nach dem Scan zeigt das Plugin an, welche Dienste gefunden wurden und welche Pakete zur Integration empfohlen werden. Dazu können zum Beispiel gehören:
➜ Google Fonts
➜ YouTube
➜ reCAPTCHA
➜ Google Maps
➜ Theme bezogene Integrationen wie Divi
Diese vorgeschlagenen Pakete lassen sich direkt installieren. Das spart viel Zeit und reduziert das Risiko, wichtige Einbindungen zu übersehen.
Nach dem ersten Scan: Audit durchführen
Nach der Installation der empfohlenen Pakete empfehle ich, direkt noch einen zweiten Scan im Audit Modus durchzuführen. Damit wird geprüft, ob wirklich alle relevanten Dienste korrekt erkannt und eingebunden wurden.
So lässt sich gut kontrollieren, ob die Website aus Sicht eines Besuchers tatsächlich sauber aufgestellt ist und keine externen Ressourcen mehr unkontrolliert geladen werden.
Typische Datenschutzfalle: Gravatar
Im Video zeige ich auch ein Beispiel, das deutlich macht, dass Datenschutz nicht nur vom Cookie Plugin abhängt.
Ein typischer Punkt ist Gravatar. Diese Funktion ist in WordPress oft standardmäßig aktiv und kann dazu führen, dass Daten an externe Dienste übertragen werden. Deshalb lohnt sich ein Blick in die WordPress Diskussionseinstellungen. Dort kann Gravatar deaktiviert werden.
Gerade solche Beispiele zeigen aus meiner Sicht sehr gut, dass ein Cookie Plugin zwar viel absichert, aber nicht alle allgemeinen Datenschutz Einstellungen innerhalb von WordPress ersetzt.
Weitere Dienste manuell ergänzen
Nicht jeder Dienst wird automatisch beim Scan eingerichtet. Eigene Tracking Codes, etwa für Google Analytics, müssen in vielen Fällen zusätzlich manuell ergänzt werden.
Dafür stellt Borlabs eine Bibliothek mit vielen Diensten bereit. Dort kann der passende Service ausgewählt und die jeweilige Tracking ID eingetragen werden. Das funktioniert nicht nur für Google Analytics, sondern auch für viele andere bekannte Tools.
Wichtig ist dabei, dass nur aktuelle Tracking IDs verwendet werden. Im Fall von Google Analytics ist das die neuere Variante mit einer ID, die mit G beginnt.
Besucher sollen ihre Auswahl später ändern können
Eine sinnvolle Ergänzung ist ein Button in der Datenschutzerklärung, über den Besucher ihre Cookie Auswahl später noch einmal anpassen können.
Dafür stellt Borlabs einen Code bereit, der in die Datenschutzerklärung eingefügt werden kann. So erhalten Besucher jederzeit die Möglichkeit, ihre Einwilligung zu ändern oder bereits getroffene Entscheidungen anzupassen.
Ich finde das eine sehr praktische Lösung, weil es die Einstellungen für Besucher transparent und jederzeit erreichbar macht.
Texte und Design an das eigene Layout anpassen
Borlabs Cookie 3.0 bietet viele Möglichkeiten, das Erscheinungsbild des Dialogs anzupassen.
Dazu gehören unter anderem:
➜ die Texte im Banner
➜ die Button Beschriftungen
➜ das kleine Widget Symbol
➜ die Position des Widgets
➜ Farben, Schriftgrößen und Layouts
➜ verschiedene Banner Varianten
Im Plugin sind bereits viele rechtlich relevante Texte vorbereitet. Deshalb ist es in vielen Fällen sinnvoll, diese nicht unnötig zu verändern, sondern eher das Design an die eigene Website anzupassen.
Besonders praktisch finde ich, dass man Farben und Gestaltung so einstellen kann, dass das Banner gut sichtbar ist und gleichzeitig zum restlichen Webdesign passt.
Nach der Einrichtung nicht vergessen: Caching wieder aktivieren
Sobald alle Einstellungen vorgenommen wurden, sollte das zuvor deaktivierte Caching Plugin wieder eingeschaltet werden.
Danach ist die grundlegende Einrichtung von Borlabs Cookie 3.0 abgeschlossen.
Fazit
Borlabs Cookie 3.0 ist für mich ein sehr hilfreiches WordPress Plugin, wenn es darum geht, ein datenschutzkonformes Cookie Banner sauber einzurichten. Besonders praktisch sind der integrierte Scanner, die empfohlenen Pakete für erkannte Dienste und die vielen Anpassungsmöglichkeiten für Layout und Inhalte.
Trotzdem gilt auch hier: Das Plugin ist nur ein Teil des Datenschutzes. Wer eine Website in Deutschland betreibt, sollte auch die weiteren rechtlichen und technischen Anforderungen im Blick behalten.
Für die laufende Praxis ist vor allem eines wichtig: Nach jeder neuen Plugin Installation, nach Theme Änderungen oder bei neuen Diensten sollte erneut ein Scan durchgeführt werden. So bleibt die Website auch langfristig sauber und sicher aufgestellt.
Wenn du dir die Einrichtung des Plugins direkt im WordPress Backend ansehen möchtest, findest du unter diesem Beitrag das passende Video mit allen Schritten.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen
